Beschreibung
Yves Klein (*13.03.1930 – †10.06.2025)
Der Maler, Bildhauer und Performancekünstler Yves Klein ist Mitbegründer und führender Vertreter des Nouveau Réalisme in Frankreich. Er schuf die Grundlagen für die monochrome Malerei, wobei er die einfarbige Fläche nicht wie viele seiner Nachfolger formal als Demonstration von Farbwerten verstand, sondern als Ausdruck höchster Spiritualität.
Hierfür entwickelte er ein eigenes, tiefes Ultramarinblau, das er als »International Klein Blue« (IKB) patentieren ließ. Ab Ende der 1950er Jahre übertrug er diese Farbe mit einer besonderen Technik auch auf unterschiedliche Materialen, etwa auf Schwämme, Wurzeln oder Steine. 1958/59 schuf er mit den wandhohen, mit Naturschwämmen besetzten, blauen Reliefs im Foyer des neugebauten Musiktheaters in Gelsenkirchen eine seiner größten und wichtigsten Arbeiten. Sein Interesse galt nun ganz der immateriellen Komponente der Malerei. Darüber hinaus veranstaltete er u.a. Aktionen und Performances. Immer wieder kehrte er aber zur reinen Präsenz der Farbe zurück. Dabei verwendete er in den letzten Lebensjahren neben Blau auch Pink und Gold, die Farben, die für ihn – wie das Blau – symbolisch Träger höchster Energien sind.
Am 21. Januar 1962 heirateten Yves Klein und Rortraut Uecker. Sie ist die Schwester des Künstlers Günther Uecker, der Mitglied der Künstlergruppe ZERO war. Am 06.06.1962 verstirbt Yves Klein mit nur 34 Jahren unerwartet an einem Herzinfakt. Zu Lebzeiten beteiligt er sich an zahlreichen internationalen Ausstellungen, so 1964 und 1968 an der documenta in Kassel sowie 1978, 1990 und 1995 an der Biennale in Venedig. Zudem würdigen viele Museen sein Oeuvre mit Retrospektiven, die einzige zu Lebzeiten 1961 das Haus Lange in Krefeld. Nach seinem Tod 1976 die Kunsthalle Düsseldorf, 1982 das Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 2004 die Schirn Kunsthalle, Frankfurt a.M., 2005 das Museo Guggenheim, Bilbao, 2007 das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien und 2009 die Kunsthalle Bern.














